Finanzierung eines wettbewerbsfähigen Europas – Deutsch-Französischer Schulterschluss in Berlin
6. November in Berlin, in Kooperativen mit der Französischen Botschaft
Die Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit ist angesichts des globalen Marktdrucks dringender denn je. Während die EU-Kommission mit dem Clean Industrial Deal (CID) und verschiedenen sektoralen Aktionsplänen den politischen Rahmen skizziert, fehlt es oft noch an einer verlässlichen Finanzierungsstrategie. Deutschland und Frankreich nehmen hier eine Schlüsselrolle ein, um gemeinsam Lösungen zur Mobilisierung von privatem Kapital in großem Maßstab zu entwickeln.
Ein gemeinsames industriepolitisches Zielbild
Im Rahmen eines High-Level Roundtables diskutierten rund 30 Expertinnen und Experten aus Politik, Real- und Finanzwirtschaft sowie Vertreter von Aufsichtsbehörden und Zentralbanken. Ein zentrales Thema war die Notwendigkeit einer geteilten Vision:
Effizienz steigern: Wie lässt sich der Austausch zwischen Finanzsystem und Realwirtschaft so gestalten, dass unnötiger administrativer Aufwand reduziert wird?
Verantwortung teilen: Welche Rolle spielen die Mitgliedstaaten bei der Flankierung europäischer Initiativen?
Resilienz stärken: Wie kann die Dekarbonisierung als Garant für künftige Beschäftigung und Stabilität fungieren?
Deutsch-Französische Impulse für Brüssel
Die Diskussion verdeutlichte, dass der Clean Industrial Deal nur dann erfolgreich sein kann, wenn er durch konkrete Finanzierungsinstrumente unterfüttert wird, die in beiden Ländern (und darüber hinaus) funktionieren. Die Teilnehmer entwickelten Ansätze für eine engere Verzahnung der nationalen Strategien, um der EU-Kommission eine geschlossene deutsch-französische Position für die weitere Ausgestaltung der sektoralen Aktionspläne zu präsentieren.