Fortsetzung Dialog Gebäudesektor 2
5. März 2026 in Berlin, in Kooperation mit dem DSGV
Transformationspartnerschaft „Wohnen“
Die Transformationspartnerschaft „Wohnen“ konkretisiert sich institutionell im Gleichschritt mit der Schärfung inhaltlicher Schwerpunkte. Der formulierte Anspruch ist Impulse mit Wirkung auf die systemisch- strukturelle Ebene zu leisten, die Einbindung und Bedeutung von Finanzierungsaspekten zu priorisieren und nicht in Wettbewerb mit der Vielzahl bestehender und technisch ausgerichteter Initiativen und Projekte im Bereich der Wärmewende oder des Gebäudebereichs zu treten. Selbstverständnis der Transformationspartnerschaft ist das Erarbeiten konkreter Impulse mit Umsetzungsanschluss, die von den Akteuren aktiv und konstruktiv in Austausch und Weiterentwicklung mit Ressorts und Koordination der Politik gebracht und in einem Umsetzungsprozess implementiert werden (sollen). Die übergreifenden Perspektiven aus Bank und Finanzierung über Wohnungswirtschaft, Gebäudetechnik und kommunaler Netz- und Infrastruktur schafft hier Tiefe sowie Abstimmungsraum zu bereits vorangetriebenen und bis dato nicht übergreifend koordinierten Vorgehen, etwa im Bereich der Datenverfügbarmachung.
Dringende erforderliche Schwerpunkte
Dieser dritte Austausch stand unter dem Eindruck der kürzlich vorgestellten Eckpunkte zur Neufassung des Gebäudemodernisierungsgesetztes. Die großen nach wie vor bestehenden Unklarheiten, Widersprüche und Lücken zum gegebenen Zeitpunkt wurden in der Diskussion aufgenommen.
Die Teilnehmer diskutierten vier konkrete Schwerpunktbereiche für die erste Arbeitsphase dieser Transformationspartnerschaft zur Sommerpause 2026. Diese Schwerpunkte bestätigten sich in dem Workshop und werden nun in konkrete Arbeitsergebnisse überführt. Zu diesen Schwerpunkten gehören Impulse zu einer verlässlichen und übergreifenden Umsetzungsroadmap, die zentrale Bedeutung der Finanzierbarkeit und -bereitstellung sowohl für Privatpersonen als auch Wohnungsunternehmen, und der spezielle Fokus zum Datenmanagement, in dessen hochdynamischen Umfeld aus bestehenden Erfahrungen und Umsetzungsprojekten Orientierungshilfen entstehen.
Diese Schwerpunkte werden nun in Arbeitsgruppen zu konkreten, konstruktiven und zielführenden Impulsen als Angebot zur intensiveren Kooperation mit Politik und weiteren Akteur:innen ausgearbeitet. In die Umsetzungsroadmap werden dazu die Fragen der Bedeutung der Finanzierung integriert und u.a mit Schwerpunkt der Kosteneffizienz der Dekarbonisierung verarbeitet, ohne am Ambitionsniveau Abstriche zu machen. In der aktuellen Markt- und Kostensituation für viele Betroffene ist hier ein fundierter Blick angeraten, wie ebenfalls die Bedeutung des Werterhalts von Gebäuden und des Wertmanagements von Infrastruktur, um etwa den unterausgelasteten Parallelbetrieb von Netzen zu vermindern.
Konkrete Ergebnisse für die konstruktive Kooperation
In zwei nun konkreten Arbeitsschwerpunkten werden bis Ende Mai über Workshops und intensive Zusammenarbeiten Ergebnisse erarbeitet. Im Rahmen dieser Arbeit bieten bestehende Studien und Analysen die Basis, denn die Erkenntnisgrundlagen sind robust. Praktische Erfahrungswerte etwa bezogen auf die Kosteneffizienz, Auswirkungen bestehender Vorgaben zu Datenlücken, Finanzierungswidersprüche, werden explizit ergänzt, um die Umsetzungsrelevanz deutlich zu machen und diesen Charakter zu stärken.
Diese Zusammenarbeit ist und bleibt nach wie vor für weitere Interessierte offen. Ebenfalls werden wir aktiv auf weitere Akteur:innen zugehen, wie z.B. Wohnungsunternehmen, Unternehmen des Bereichs Datenerfassung, technischer Gewerke oder Finanzierung.