Garantie- und Risikoübernahmeinstrumente für die Finanzierung emissionsarmer Industrieanlagen – Zweiter Fachworkshop
13. Juli in Düsseldorf, in Kooperation mit IN4climate.NRW, der Vereinigung Deutscher Zementwerke (VDZ), dem Institut der deutschen Wirtschaft und Fin.Connect.NRW
Von der Finanzperspektive zur Validierung mit der Industrie
Eingeleitet wurde der Tag durch eine Studienvorstellung der VDZ zu Handlungsbedarfen und einem möglichen Umsetzungskonzept für die Finanzierung und das De-Risking von CO₂-Infrastrukturen, vorgestellt von Manuel Mohr und Johannes Ruppert (VDZ) – ein passender inhaltlicher Auftakt für die anschließende Diskussion zu Garantie- und Risikoübernahmeinstrumenten.
Während der erste Workshop den Fokus auf die Finanzbranche legte und punktuelle Impulse aus der Realwirtschaft einbezog, drehten wir am 13. Juli die Perspektive: Die Ergebnisse des ersten Termins, verdichtet in neun Thesen, wurden nun einem breiten Teilnehmendenkreis aus Realwirtschaft und Finanzbranche vorgestellt. Ziel war es, diese Thesen aus industrieller Sicht zu validieren und von dort ausgehend konkrete Lösungsansätze zu diskutieren – nach der Begrüßung durch Domenik Nehrig (IN4climate.NRW) und Kristina Jeromin (Made in Germany 2030) zunächst mit einem Impuls von Malte Küper (Institut der deutschen Wirtschaft) zum Beitrag von Garantieinstrumenten, gefolgt von Wolfgang Reich (PWC) zu Umfang, Potenzialen und Grenzen der Bürgschaftsprogramme von Land und Bund.
9 Thesen als Diskussionsgrundlage
Die neun Thesen adressierten sowohl systemische Anforderungen an das De-Risking als auch das bestehende Instrumentarium und dessen Praxistauglichkeit. Exemplarisch zeigte sich etwa in der Diskussion, dass reine Garantieinstrumente den Knoten allein nicht lösen, sondern der entscheidende Hebel im vorgeschalteten De-Risking liegt – also in der Reduzierung von Preis-, Infrastruktur- und Technologierisiken, die ein Projekt überhaupt erst bankfähig machen. Ebenso diskutiert wurde, dass es weniger neuer Instrumente als vielmehr eines abgestimmten Instrumenten-Mixes sowie kalkulierbarer Rahmenbedingungen bei Infrastruktur und Energiepreisen bedarf, um Investitionsentscheidungen planbar zu machen.
Gemeinsam mit starken Partnern
Wir danken IN4climate.NRW und der VDZ für die Gastgeberschaft sowie dem Institut der deutschen Wirtschaft und Fin.Connect.NRW für die inhaltliche und organisatorische Unterstützung.
Ausblick
Mit diesem zweiten Termin haben wir die im Mai gemeinsam mit der Finanzbranche entwickelten Thesen erfolgreich mit einem breiten industriellen Publikum validiert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in den dritten Workshop unserer diesjährigen Reihe ein. Hier werden wir im Herbst die Perspektive von Finanzaufsichtsbehörden ergänzen, um ganzheitliche und arbeitsteilige Handlungsansätze zu entwickeln.